Diagnose Hirntumor – was ist jetzt zu tun?

Wenn ein Hirntumor festgestellt worden ist, seine Existenz somit außer Frage steht, ist zwischen zuerst entstandenen Wucherungen und Geschwülsten in der Folgezeit zu unterscheiden. Metastasen entstehen aus den Schädelknochen oder anderen Organen. Ihren Anfang nimmt die seltene Erkrankung in verschiedenen Zellenarten wie Ganglien und Nervenscheiden.

Entsprechend unterschiedlich ist die Form der Tumore. Ihr Herkunftsort bestimmt auch über die Geschwindigkeit des Wachstums und die Angriffslust.

Die Heilungschancen sind abhängig von

  • ihrem spezifischen Charakter
  • der Lage und
  • dem Zeitpunkt des Entdeckens.

Tumore im Gehirn machen weniger als ein Zehntel aller Krebserkrankungen aus. Frauen sind etwas seltener davon betroffen als Männer. Verstärkt treten sie im Kindesalter auf und bei Patienten, die älter als 40 Jahre sind.

Ein Hirntumor verändert die Persönlichkeit

Verschiedene Ursachen dafür kommen in Betracht. Nicht zu vergessen sind dabei die ererbte Veranlagung und Störungen im Hormonhaushalt. Denkbar sind ferner Viren, die zur Tumorbildung führen und krebserregende Stoffe, die von außen kommen.

Auch Hirnverletzungen können der Auslöser sein. Beschwerden äußern sich nach Art der Erkrankung, weisen aber nicht immer darauf hin. Es handelt sich dabei zum Teil um diffuse Symptome wie Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel, die auch anderen Umständen zugeschrieben werden können.

Deutlicher sind Störungen der Wahrnehmung, auch der Koordination wie etwa beim Sprechen, und abrupte Veränderungen der Persönlichkeit. Der eine ist verwirrt und wird vergesslich, andere neigen zu epileptischen Anfällen und fühlen sich gelähmt. Die Bösartigkeit des Tumors hängt von seiner Ausbreitung ab.

Der Hirntumor wächst mehr oder weniger schnell

Von den vier Tumorgraden, anhand derer die Weltgesundheitsorganisation die Krankheitsbilder einordnet, gilt die Hälfte noch als gutartig. Je höher die Einstufung vorgenommen wird, desto schneller breitet sich die Krankheit aus. Art und Ort des Tumors können meist beim Durchleuchten des Kopfes bestimmt werden.

Reichen diese aufwendigen Untersuchungen nicht aus, wird eine Gewebeprobe entnommen. Außerdem gilt es herauszufinden, ob Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, müssen auch die Hirnströme gemessen werden.

Über die bereits erfolgte Ausbreitung der Krebserkrankung gibt die Flüssigkeit des Rückenmarks Aufschluss, die auch das Gehirn erreicht. Entnommen wird sie im Bereich der Lendenwirbel. Auch die Beschaffenheit des Bluts kann einiges darüber aussagen, was auf Sie zukommt, wenn Sie die Diagnose: Hirntumor gestellt bekommen haben.

Aussicht auf Heilung nach Ausprägung des Falls

Sofern das möglich ist, wird operiert. Wenn der Tumor schlecht zu erreichen oder eingewachsen ist und mehrere Tumore zu entfernen sind, hält sich der Erfolg in Grenzen. Dann beschränkt man sich auf die erreichbaren Teile, was die Aussicht auf Heilung der Krankheit erhöht.

Wächst der Tumor nach dem Eingriff weiter, kommen die Bestrahlung und die Chemotherapie zum Einsatz. Hat sich der Tumor an der Hirnanhangdrüse festgesetzt, kann er unter Umständen auch mit Hormonen behandelt werden. Die Heilungschancen sind nicht zuletzt abhängig vom gesundheitlichen Zustand und vom Lebensalter.

In ihrer verträglichsten Form müssen Tumore im Gehirn die Lebenserwartung nicht notwendigerweise beeinträchtigen. Die Leistungsfähigkeit der Patienten kann allerdings eingeschränkt sein. Die größte Aussicht, besiegt zu werden, bietet der Hirntumor, wenn er so bald wie möglich entdeckt wird.