Hirntumor Symptome

Wichtige Hirntumor Symptome

Hirntumore im engeren Sinne betreffen das neuroektodermale Gewebe des ZNS (Zentrales Nervensystem). Daneben gibt es weitere intrakranielle Tumore, zum Beispiel Meningeome, die ab einer bestimmten Größe Hirnstrukturen kompromittieren und daher ebenfalls zu den Hirntumoren gezählt werden.

Hirntumor Symptome können durch den entsprechenden Krankheitsausbruch leider jeden Menschen betreffen, denn einen erkennbaren endogenen Zusammenhang konnte die Wissenschaft bislang nicht feststellen. Lediglich einige Krankheiten indizieren das gehäufte Auftreten der Hirntumore, darunter Phakomatosen (neurokutane Syndrome) wie die Tuberöse Sklerose, das von Hippel-Lindau-Syndrom und die Neurofibromatose.

Noch seltener sind verwandte Leiden wie das Rhabdoid-Prädispositionssyndrom, das Li-Fraumeni-Syndrom und das Turcot-Syndrom. Nach dem Auftreten der Hirntumor Symptome werden der Tumor lokalisiert, seine Größe bestimmt und das Ursprungsgewebe untersucht. Je nach Allgemeinzustand der betroffenen Person soll der Tumor sofort entfernt werden, hierzu kommen Resektion und gegebenenfalls Wachkraniotomie infrage. Bösartige Tumore werden anschließend bestrahlt und/oder mit Chemotherapie bekämpft.

Typische Hirntumor Symptome

Die typischen Hirntumor Symptome hängen stark vom genauen Ort des Tumors ab und können vereinzelt oder kombiniert auftreten. Die Medizin unterscheidet Hirntumor Symptome in vier Hauptgruppen:

-Hirndruckzeichen: Diese Symptome zählen zu den Klassikern und werden so gut wie von jedem Hirntumor-Patienten wahrgenommen. Darunter fallen neu auftretender Kopfschmerz, besonders nachts und am Morgen, des Weiteren Übelkeit und Erbrechen, Benommenheit und ebenso Bewusstseinsstörung, schlimmstenfalls bis zum Koma, ein Netzhaut-Ödem, das zur Stauungspapille führt, und schließlich ein verlangsamter Puls.

-Neurologischer Ausfälle: Viele Hirntumor-Patienten nehmen Taubheitsgefühle an einzelnen Gliedmaßen oder in einer Körperhälfte wahr, hinzu kommen Lähmungserscheinungen und Muskelschwäche. Schwindel, Schwerhörigkeit, Sprach- und Schluckstörungen sind weitere Hirntumor Symptome, die zu den neurologischen Ausfällen gezählt werden, die Sensibilität gegenüber Kälte, Hitze und Druck lässt oft nach. Im visuellen Bereich werden Gesichtsfeldausfälle und Sehstörungen, wie verschwommenes Sehen beobachtet.

-Epileptische Anfälle können als einfache und komplexe fokale Anfälle sowie als generalisierte Anfälle auftreten.

-Psychische Veränderungen können Hirntumor Symptome sein, aber auch diverse andere Ursachen haben. Wenn sich die Persönlichkeit verändert, werden die Patienten reizbar und lassen sich leicht ablenken, können ängstlich, apathisch und depressiv erscheinen. Auch das Gedächtnis lässt nach, die Betroffenen leiden unter Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen und Desorientierung.

Erste Reaktion auf Hirntumor Symptome

Wenn die Diagnose Hirntumor gestellt wird, kommt das in vielen Fällen einer sehr schlechten Prognose gleich und löst bei den Betroffenen wie ihren Angehörigen einen Schock aus. Es wird daher empfohlen, einen Hirntumor-Informationsdienst anzurufen und sich in entsprechenden Foren anzumelden.

Diverse Dienste bieten kostenlose Hilfe und Fachzeitschriften an, diese Hilfe ist auch nötig, da es sich um eine seltene Erkrankung handelt. Es werden also erfahrene Köpfe und Hände benötigt. Die Experten für das ganz spezifische Krankheitsbild können sehr heimatfern anzutreffen sein, es lohnt sich dennoch, sie aufzusuchen. Als Arzt kommt am besten ein Neuroonkologe infrage, dieser koordiniert Therapie und Nachsorge und steht als Ansprechpartner bereit.

Daneben ist eine Zweitmeinung sehr wichtig, wenn Therapieentscheidungen unklar bleiben. Hierzu sollten Betroffene einen Experten einer anderen Uniklinik konsultieren. Ein persönlicher Patientenordner hilft, um alle Befunde und Arztbriefe stets parat zu haben. Fragen zur Therapie können Patienten vorab notieren, um sich auf Arzt-Patienten-Gespräche gut vorzubereiten, zu denen eine Begleitperson mitkommen sollte.

Therapien sollten hinterfragt werden, ebenso steht es den Betroffenen zu, nach Alternativen zu forschen, auch beim eigenen Therapeuten. Für jedes spezifische Krankheitsbild gibt es klinische Studien; diese einzuholen dürfte sehr hilfreich sein.

Es gibt die unterschiedlichsten Therapieansätze, selbst Fasten während einer Strahlen- und/oder Chemotherapie soll helfen. Hierbei werden die Tumore – Glioblastome oder Gliome – anfälliger für die Veränderungen durch Chemie und Strahlen, sie sterben eher ab. Die gesunden Zellen hingegen überstehen das Fasten und die gleichzeitige Strahlen-/Chemotherapie sehr gut.


Diagnose Hirntumor – was ist jetzt zu tun?

Wenn ein Hirntumor festgestellt worden ist, seine Existenz somit außer Frage steht, ist zwischen zuerst entstandenen Wucherungen und Geschwülsten in der Folgezeit zu unterscheiden. Metastasen entstehen aus den Schädelknochen oder anderen Organen. Ihren Anfang nimmt die seltene Erkrankung in verschiedenen Zellenarten wie Ganglien und Nervenscheiden.

Entsprechend unterschiedlich ist die Form der Tumore. Ihr Herkunftsort bestimmt auch über die Geschwindigkeit des Wachstums und die Angriffslust.

Die Heilungschancen sind abhängig von

  • ihrem spezifischen Charakter
  • der Lage und
  • dem Zeitpunkt des Entdeckens.

Tumore im Gehirn machen weniger als ein Zehntel aller Krebserkrankungen aus. Frauen sind etwas seltener davon betroffen als Männer. Verstärkt treten sie im Kindesalter auf und bei Patienten, die älter als 40 Jahre sind.

Ein Hirntumor verändert die Persönlichkeit

Verschiedene Ursachen dafür kommen in Betracht. Nicht zu vergessen sind dabei die ererbte Veranlagung und Störungen im Hormonhaushalt. Denkbar sind ferner Viren, die zur Tumorbildung führen und krebserregende Stoffe, die von außen kommen.

Auch Hirnverletzungen können der Auslöser sein. Beschwerden äußern sich nach Art der Erkrankung, weisen aber nicht immer darauf hin. Es handelt sich dabei zum Teil um diffuse Symptome wie Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel, die auch anderen Umständen zugeschrieben werden können.

Deutlicher sind Störungen der Wahrnehmung, auch der Koordination wie etwa beim Sprechen, und abrupte Veränderungen der Persönlichkeit. Der eine ist verwirrt und wird vergesslich, andere neigen zu epileptischen Anfällen und fühlen sich gelähmt. Die Bösartigkeit des Tumors hängt von seiner Ausbreitung ab.

Der Hirntumor wächst mehr oder weniger schnell

Von den vier Tumorgraden, anhand derer die Weltgesundheitsorganisation die Krankheitsbilder einordnet, gilt die Hälfte noch als gutartig. Je höher die Einstufung vorgenommen wird, desto schneller breitet sich die Krankheit aus. Art und Ort des Tumors können meist beim Durchleuchten des Kopfes bestimmt werden.

Reichen diese aufwendigen Untersuchungen nicht aus, wird eine Gewebeprobe entnommen. Außerdem gilt es herauszufinden, ob Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, müssen auch die Hirnströme gemessen werden.

Über die bereits erfolgte Ausbreitung der Krebserkrankung gibt die Flüssigkeit des Rückenmarks Aufschluss, die auch das Gehirn erreicht. Entnommen wird sie im Bereich der Lendenwirbel. Auch die Beschaffenheit des Bluts kann einiges darüber aussagen, was auf Sie zukommt, wenn Sie die Diagnose: Hirntumor gestellt bekommen haben.

Aussicht auf Heilung nach Ausprägung des Falls

Sofern das möglich ist, wird operiert. Wenn der Tumor schlecht zu erreichen oder eingewachsen ist und mehrere Tumore zu entfernen sind, hält sich der Erfolg in Grenzen. Dann beschränkt man sich auf die erreichbaren Teile, was die Aussicht auf Heilung der Krankheit erhöht.

Wächst der Tumor nach dem Eingriff weiter, kommen die Bestrahlung und die Chemotherapie zum Einsatz. Hat sich der Tumor an der Hirnanhangdrüse festgesetzt, kann er unter Umständen auch mit Hormonen behandelt werden. Die Heilungschancen sind nicht zuletzt abhängig vom gesundheitlichen Zustand und vom Lebensalter.

In ihrer verträglichsten Form müssen Tumore im Gehirn die Lebenserwartung nicht notwendigerweise beeinträchtigen. Die Leistungsfähigkeit der Patienten kann allerdings eingeschränkt sein. Die größte Aussicht, besiegt zu werden, bietet der Hirntumor, wenn er so bald wie möglich entdeckt wird.


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